Matthias-Claudius-Schule

Lünen-Wethmar

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Lünen-Wethmar

Konzept der offenen Ganztagsschule Wethmar

Liebe Leserin, lieber Leser!

Vor Ihnen liegt die Konzeption  für die Arbeit in der offenen Ganztagsschule Wethmar. An der Erstellung haben die MitarbeiterInnen, die in diesem Bereich tätig sind, maßgeblich mitgewirkt. Diese Konzeption ist ein Leitfaden für unsere MitarbeiterInnen und soll aber auch Eltern und unseren Kooperationspartnern Einblick in unsere Arbeit verschaffen.

1. Auftrag der offenen Ganztagsschule

Mit der Einrichtung der offenen Ganztagsschule in Nordrhein Westfalen verfolgt die Landesregierung mehrere Ziele bzw. entsteht folgender grundsätzlicher Auftrag:

  • Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf insbesondere für berufstätige Frauen und Alleinerziehende
  • Öffnung von Schule im Sozialraum und Kooperation mit anderen Partnern
  • Verbesserung und Veränderung der Lehr- und Lernkultur
  • Chancengleichheit insbesondere für bildungsbenachteiligte Kinder
  • Lebensweltorientierung der Angebote und Beteiligung von Kindern und Eltern

 

2. Ziele der pädagogischen Arbeit

Damit die oben genannte Intention der offenen Ganztagsschule erreicht wird, leiten wir daraus folgende Ziele für unsere pädagogische Arbeit ab: Wir unterstützen die Eltern dabei, dass die uns anvertrauten Kinder zu selbstbewussten, verantwortungsvollen und sich sozial verhaltenden Persönlichkeiten heranreifen. Dabei sollen sich alle Kinder, gleich welcher Nation oder Religion angenommen fühlen. Es ist uns wichtig, Werte wie Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit zu vermitteln und die emotionale Kompetenz zu fördern. Die Kinder sollen soziale Kompetenzen wie Fairness, Kompromissbereitschaft, Teilen, Helfen, Unterstützen, Rücksicht, Respekt, Freundschaft, Toleranz entwickeln. Des Weiteren sollen die Kinder zu motiviertem und eigenständigen Lernen angeleitet werden. Dabei wollen wir die kognitiven Fähigkeiten fördern, wobei die Kinder ihre Stärken entwickeln und erkennen sollen. Bei Schwächen erhalten die Kinder Hilfestellung. Es wird den Kindern Raum gegeben, ihre Phantasie und Kreativität auszuleben. Ebenso wird die Motorik gefördert und die Sinneswahrnehmung gestärkt.

Um diese Ziele zu erreichen, verbessern wir stetig unsere Arbeitsweisen und Konzepte. Dabei beziehen wir die Kompetenzen aller MitarbeiterInnen mit ein. Die Fortbildung und Qualifizierung der MitarbeiterInnen ist ein zentraler Punkt unserer Qualitätsverbesserung.

3. Wesentliche Elemente der pädagogischen Arbeit

3.1 Öffnungszeiten
Die Regelbetreuungszeit in der OGS erstreckt sich von frühestens 8:00 Uhr bis maximal16:00 Uhr.  Die Kinder können zu den vereinbarten Abholzeiten  spätestens jedoch um 16:00 Uhr abgeholt werden. An schulfreien Tagen (Brückentagen) bietet die OGS nach Bedarf ein Angebot ab 7:45 Uhr. Derzeit werden in der OGS Wethmar 102 Kinder in vier Gruppen betreut.

3.2 Mittagessen
Einen wesentlichen Bestandteil des Tagesablaufes in der OGS stellt das gemeinsame Mittagessen dar. Das Essen wird von Apetito tiefgekühlt angeliefert und von den Mitarbeitern in der Küche erwärmt. Durch das Projekt Bürgerarbeit“ Aus dem Schulgarten auf den Tisch“ wird  das Mittagessen durch frische Produkte, die die Kinder im eigenen Schulgarten gepflanzt haben, ergänzt. Eine Teilnahme am Mittagessen ist verpflichtend.

Gegessen wird gemeinsam, wobei Wert auf vernünftiges Benehmen (wie z.B. angemessene Tischlautstärke, vernünftiger Umgang mit Messer und Gabel, angemessene Portionierung des eigenen Essen etc.) und bestimmte Rituale wie z.B. ein gemeinsamer Beginn des Essens gelegt wird. Den Kindern wird Verantwortung übertragen, in dem sie wechselnd Tischdienste übernehmen. Sie decken die Tische vor dem Essen ein und säubern sie danach. Jedes Kind ist für das Abräumen seines eigenen Geschirrs zuständig.

Für die Kinder stellt die Mittagsmahlzeit auch eine Möglichkeit dar, sich vom anstrengenden Schulvormittag zu erholen, sich zu stärken und mit anderen Kindern und den MitarbeiterInnen verschiedene Dinge zu besprechen.

3.3 Hausaufgaben
Die OGS kann sich ihrer Verpflichtung nicht entziehen, das Kind in seiner Gesamtentwicklung, zu der auch der schulische Leistungsbereich gehört, bestmöglich zu fördern. Sie ist aber kein Nachhilfe- oder Lernstudio. Bei den Hausaufgaben sind uns folgende Aspekte wichtig: Wir sorgen für eine ruhige, reizarme und angemessene Arbeitsatmosphäre und berücksichtigen günstige Arbeitsphasen mit festen Zeiten, Räumen und Personen. Es greift das Prinzip: “Pflichtprogramm vor Spaßprogramm“. Dabei stehen wir dem Kind als Ansprechpartner zur Verfügung und leiten es zum selbständigen Arbeiten an. Wir ermutigen die Kinder auch zur gegenseitigen Hilfestellung und Partnerarbeit. Wichtig ist uns, dass die Kinder den Erfolg bei ihren Hausaufgaben sehen und eine positive Einstellung und Eigenverantwortung entwickeln. Die HA-Zeit wird gemäß den kultusministeriellen Richtlinien eingehalten, um die Motivation aufrecht zu erhalten. Wenn Kinder in dieser Zeit nicht fertig werden können, wird dies mit den LehrerInnen und Eltern über das Hausaufgabenheft kommuniziert. Wir unterstützen das Kind, sein Arbeitsergebnis den Lehrkräften gegenüber zu vertreten. Wir besprechen uns mit den Eltern über  Schwierigkeiten, aber auch Erfolge ihres Kindes bei der HA-Erledigung und klären ihre Beteiligung ab. So soll z.B. das Lesen zuhause erfolgen. Die Eltern sollten auch grundsätzlich die Hausaufgaben mit ihren Kindern besprechen, um Interesse und Wertschätzung zu zeigen. Wir besprechen mit den Kindern Regeln und Verantwortlichkeiten, wonach Kinder auch bei wiederholtem Stören ausgeschlossen werden können.

Zukünftig wollen wir uns um Hospitationen  in den jeweiligen Klassen der OGS-Kinder bemühen, um das didaktische Vorgehen der LehrerInnen kennen zu lernen und die Kinder entsprechend unterstützen zu können.  Freitags werden keine HA gemacht, um an diesem Tag Raum für soziales Lernen und gruppendynamische Prozesse zu bieten. Diese Aspekte kommen sonst zu kurz.

Sie sind aber für die Entwicklung der Persönlichkeit und für das soziale Miteinander mindestens genauso wichtig wie die Hausaufgaben.

3.4 Freispiel
Das Freispiel hat ebenfalls einen hohen Stellenwert in der OGS. Im Freispiel können die Kinder ihren eigenen Interessen, Fertigkeiten und Fähigkeiten nachgehen und dabei ihre Spielpartner selbst aussuchen. Es gibt viele Möglichkeiten, die vorhandenen Spielzeuge, Medien, Räume und Gelände der OGS zu nutzen. Die ErzieherInnen stehen als Ansprechpartner zur Verfügung und sorgen für die entsprechenden Rahmenbedingungen, die die Phantasie der Kinder unterstützen. Sie beobachten das Spiel und greifen nur ein, wenn es erforderlich ist (Konflikt), oder die Kinder darum bitten. So wird den Kindern die Möglichkeit gegeben, selbstständiges Denken und Handeln zu lernen.

3.5 Förderung
Die OGS soll ein Ort des Lernens und des Spielens sein. Hierzu ist eine verlässliche und vertrauensvolle Beziehung zu den MitarbeiterInnen notwendig. Um dies gewährleisten zu können haben wir für die OGS Wethmar eine Gruppenstruktur entwickelt. Die Kinder sind festen Gruppenräumen mit entsprechenden Mitarbeitern zugeordnet.  Jedes Kind soll seinen Fähigkeiten, Bedürfnissen und Interessen entsprechend gefordert und gefördert werden. Die Kinder der OGS sollen in den Bereichen:

  • Kognitive Kompetenz
  • Soziale und emotionale Kompetenz
  • Kreativ-musische Kompetenz
  • Motorische Kompetenz gefördert werden.

Die kognitive Kompetenz greift in erster Linie das schulische Lernen auf. Durch die Hausaufgabenbetreuung und ergänzende Angebote wie z.B. Förderunterricht etc. wird diese Kompetenz gefördert. Die kognitive Kompetenz wird aber auch durch kreativ-musische und motorische Angebote ebenfalls gestärkt. Zum Beispiel findet die Sprachförderung auch durch Spielen in der Gruppe, Vorlesen und Rollenspiele statt. Zur sozialen und emotionalen Kompetenz gehört, dass die Begegnung von Kulturen und interkulturellem Lernen ermöglicht wird und die Achtung und Verantwortung für Mitmenschen und Umwelt übernommen wird. Hierbei spielen gegenseitige Rücksichtnahme, Toleranz und Respekt eine große Rolle. Diese sollen im OGS Alltag erfahren und eingeübt werden. Dies geschieht durch Gruppenregeln und Konfliktlösungsmöglichkeiten. Auch die Stärkung des Selbstbewusstseins und der Persönlichkeit erreichen wir durch Akzeptanz, Empathie und Unterstützung. Die Kinder erfahren emotionale und soziale Sicherheit. Die selbst bestimmte Nutzung offener Angebote, strukturiertes und eigen motiviertes Lernen über die Hausaufgabenbetreuung hinaus stärkt ebenso die Selbstkompetenz.

Die kreativ-musische Kompetenz beinhaltet, dass die Kinder lebenspraktische Fähigkeiten erwerben. Diese sind z.B. kreatives Malen und Basteln, Musik, Medien und Technik. Im Bereich der motorischen Kompetenz sorgen wir für viele Bewegungsangebote, die die Körperkoordination, Geschicklichkeit, Ausdauer, Wahrnehmung etc. trainieren. Insgesamt erhalten die Kinder Anregungen und Motivation für die sinnvolle Gestaltung ihrer Freizeit.

3.6 Projektangebote
Um einen Ausgleich zum überwiegend kognitiven, unterrichtlichen Lernen in der Schule zu schaffen, werden Projekte aus unterschiedlichen Lernbereichen wie kreatives, musisches oder sozial/emotionales Lernen angeboten.  Das Lernen im Bereich Bewegung schafft zusätzlich einen Ausgleich und nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. Die Projekte orientieren sich an der Lebenswelt der Kinder, bieten neue Lernerfahrungen oder greifen aktuelle Themen auf.

Außerdem werden Angebote durch qualifizierte Fachleute durchgeführt wie z. B. Steel Drum, Jazzdance, Joga,  gesundes Kochen und Backen, orientalischer Tanz und  Basteln. Die Angebote wechseln pro Schulhalbjahr, so haben die Kinder die Möglichkeit viele verschiedene Angebote kennen zulernen. Die Kinder melden sich allerdings fest für ein bestimmtes Projekt an, die Rückmeldung, ob das Kind teilnehmen darf, erfolgt über die Eltern. Dadurch soll eine gewisse Verbindlichkeit für die Kinder entstehen und das Projekt kann mit einer festen Kindergruppe besser durchgeführt werden.

Angebote durch MitarbeiterInnen der OGS:

Die MitarbeiterInnen greifen Themen des Alltags auf und entwickeln dadurch entsprechende Projekte wie z. B Religionen (Kinder dieser Welt), Märchen, Jahreszeiten (Tiere im Herbst), Freundschaft (Streiten und vertragen), Familie (ich bekomme ein Geschwisterchen), Sport (Organisieren eines Fußballturniers) etc.- Dazu gehören auch die Organisation von schulübergreifenden Angeboten und Ausflügen z.B. an schulfreien Tagen.

3.7 Kinderbeteiligung
Wir nehmen die Kinder als Personen ernst und berücksichtigen ihre Interessen und Bedürfnisse. Vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten müssen beachtet und positiv gewürdigt werden. Eigene kreative Ideen der SchülerInnen werden aufgenommen und beleben dabei die didaktisch geplanten Lernschritte. Das Team der OGS lebt dabei die Grundzüge einer Demokratie vor. Gruppensitzungen (Kinder und Team), Abstimmung in Spielsituationen und die Berücksichtigung von Spielideen der Kinder sind dabei fester Bestandteil des OGS- Alltags.

3.8 Ferienangebote
In den Herbstferien, den Osterferien und drei Wochen in den Sommerferien wird ein Ferienprojekt angeboten. Dies findet in Kooperation mit unterschiedlichen Fachkräften statt, wie z.B. Theaterpädagogen, Sportpädagogen, etc. statt. Ziel ist es, durch die Nutzung anderer Orte und Räume außerhalb der Schule und kindgerechter attraktiver Angebote einen echten Ferien- und Erlebnischarakter für die Kinder zu erreichen.

3.9 Betreuungsvertrag
Wesentliche Grundlage der Betreuung in der OGS ist ein Betreuungsvertrag, der zwischen den Eltern und dem Träger (Stadt Lünen)  abgeschlossen wird. Er regelt wichtige Elemente der Zusammenarbeit und schafft dadurch Sicherheit und ein abgestimmtes Verhalten.

4. Zusammenarbeit und Kooperation

Über die Kooperation und Vernetzung mit der Schule, dem Schulträger, verschiedenen Vereinen und Einzelpersonen mit Projektangeboten streben wir eine der Lebenswelt der Kinder entsprechende ganzheitliche Betreuung an.

Eine breit angelegte Kooperation und Vernetzung sowohl intern als auch extern ermöglicht, viele inhaltlich und methodisch unterschiedliche Angebote und Hilfen für Kinder und MitarbeiterInnen. Hier sind zu nennen:

4.1 Zusammenarbeit im Team
In der OGS  arbeitet  eine Heilpädagogin mit einem Stundenumfang von 30 Stunden pro Woche , eine Diplompädagogin mit 24 Wochenstunden, eine Erzieherin mit 24 Wochenstunden u eine Erzieherin mit 23 Stunden. Die Heilpädagogin als pädagogische Leitung übernimmt die Gesamtleitung für die OGS .Das Team kommt in der Regel  vierzehntägig zusammen, um interne Abläufe wie Organisation, Aufgabenverteilung etc. zu besprechen. Hier ist auch Raum für die Besprechung und den Austausch pädagogischer Interventionen(Umgang) für die Gesamtgruppe als auch für einzelne Kinder (Fallbesprechung).Die Befindlichkeit und Zusammenarbeit im Team wird regelmäßig thematisiert, um Transparenz, Effektivität und Zufriedenheit zu erhalten.

Im Team werden Inhalte aus Fortbildungen an die KollegInnen weiter gegeben. Dazu gehören pädagogische Themen, wie der Umgang mit bestimmten Bedürfnissen der Kinder (z.B. ADHS, Leistungsschwächen...) und Förderungsmöglichkeiten (neue Spiele, Hausaufgabenbetreuung, Projekte...)

Für die Hausaufgabenbetreuung finden mit den 4 Honorarkräften vierzehntägig Teamsitzungen statt.

Das Team der Leitungskräfte, wie die Rektoren der Schulen, Leiterin der OGS, treffen sich ein Mal in der Woche für ca. eine Stunde. Hier werden grundsätzliche organisatorische Dinge geklärt, Fortbildungsbedarfe abgestimmt, Projektentwicklungen weiter geführt und das Gesamtkonzept ständig verfeinert.

Das Team der pädagogischen Leitungen  aller offenen Ganztagsschulen der Stadt Lünen findet ebenfalls vierteljährlich für ca. zwei Stunden statt. Hier geht es in erster Linie um kollegiale Beratung und einen pädagogischen Austausch, um gute und neue Ideen zu bekommen und in die eigene Arbeit aufzunehmen. Inhalte aus Fortbildungen einzelner MitarbeiterInnen werden hier an die KollegInnen weitergegeben (Multiplikatoren).

Gemeinsame Aktionen wie schulübergreifende Spiel- und Sportaktionen, z. B. ein Fußballturnier oder Ausflüge, können hier sorgfältig geplant und vorbereitet werden.

4.2 Zusammenarbeit mit Eltern
Die Zusammenarbeit mit Eltern ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit in der OGS. MitarbeiterInnen und Eltern stehen nach Möglichkeit in ständigem Kontakt. Dabei gibt es verschiedene Arten des Austausches. Hier besteht die Möglichkeit der so genannten „Tür und Angelgespräche“, bei denen kurzfristig aktuelle Geschehnisse besprochen und Informationen weiter gegeben werden.

Durch die Elternbriefe und Aushänge am Infobrett werden Eltern über Neuigkeiten, bevorstehende Projekte und besondere Aktivitäten informiert. Dadurch möchten wir die Arbeit in der OGS für die Eltern transparent machen. Individuelle Elterngespräche werden den Eltern angeboten.(Perspektivisch mit angelehnt an Elternsprechtage in Schulen) Sie bieten die Möglichkeit, intensiv über ihre Kinder zu sprechen und gegebenenfalls mit den Eltern einen besonderen Handlungsbedarf festzustellen und zu erarbeiten. Um ein ungestörtes Elterngespräch führen zu können, findet es abseits des Gruppengeschehens und nach Terminvereinbarung statt.

Des Weiteren finden regelmäßig Elternnachmittage oder Elternabende statt. Sie bieten die Möglichkeit, den Kontakt zwischen Eltern und MitarbeiterInnen zu intensivieren, sowie neue Informationen weiter zu geben und sich auszutauschen. Dabei handelt es sich um

  • themenbezogene Elternabende
  • Informationselternabende
  • Kennenlern- Nachmittage
  • Bastelnachmittage
  • Vorführungen ( Theatervorführung/ Tanzvorführung usw.)

Am oben erwähnten Infobrett werden Informationen zu aktuellen Themen, die Übersicht der Projekte, der Menüplan, Informationen über das jeweilige Ferienprogramm und verschiedene Termine ausgehängt.

Wir streben eine Mitarbeit der Eltern bei Projekten und Feierlichkeiten an. Davon profitieren Kinder, MitarbeiterInnen und die Eltern selbst.

4.3 Zusammenarbeit mit Schule
Eine ständige Kommunikation zwischen Schule (Lehrern, Schulleitung) und den MitarbeiterInnen des offenen Ganztages ist unerlässlich und wichtig. Die Leiterin der OGS nimmt regelmäßig an Lehrerkonferenzen teil. Des Weiteren tauschen sich Lehrer und OGS Team regelmäßig über die Kinder aus. Dabei können auch MitarbeiterInnen des offenen Ganztages in Schulprojekte eingebunden werden (z. B.Coolness Training, Deeskalationstraining).

Lehrerstunden im Nachmittagsbereich (z.B. bei den Hausaufgaben) sind in den Richtlinien fest verankert und eingerichtet. Wichtige Elterngespräche werden vom Team der OGS gemeinsam mit den LehrerInnen geführt. Dabei sehen sich LehrerInnen und ErzieherInnen als gleichwertige Partner in der Arbeit mit dem Kind an. Gemeinsam kooperieren Schule und OGS schulübergreifend mit Beratungsstellen und dem Jugendamt. Zusätzlich findet eine enge Zusammenarbeit und ständiger Informationsaustausch des Trägers mit den Schulleitungen statt.

4.4 Kooperation mit externen Partnern
Damit das Angebot in den Ganztagsschulen lebendig bleibt und unterschiedliche Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden können , möchten wir mit unterschiedlichen Partnern kooperieren . Nur so können wir alle Lebensbereiche der Kinder integrieren und an den Lebensweltbezügen der Kinder anknüpfen. Diese Kooperation reicht über verschiedene Institutionen und Angebote von Einzelpersonen. Ziel ist es auch, successive eine Vernetzung zu erreichen, so dass nach und nach eine örtliche Bildungslandschaft für die Kinder entsteht. Ein solches Netzwerk führt zu einem gemeinsamen Angebot für Schülerinnen und Schüler.

5. Rahmenbedingungen

5.1 Finanzierung
Die offene Ganztagsschule wird durch Mittel des Landes, durch Zuschüsse der Stadt Lünen  und Elternbeiträge finanziert. Die Elternbeiträge richten sich nach dem Einkommen der Eltern.

5.2 Träger
Die Stadt Lünen ist Träger der OGS Wethmar.

5.3 Personal
Das Personal unterliegt der Fachaufsicht des Trägers und kooperiert eng mit der Schulleitung und den Lehrkräften der Schule. Pro Gruppe (25 Kinder in der Grundschule) werden eine pädagogische Fachkraft mit 30 Wochenstunden als kontinuierliche Ansprechpartnerin eingestellt. Während die Fachkraft in der Regel während der ganzen Betreuungszeit (10:45 bis 16:00 Uhr) anwesend ist, sind die weiteren Kräfte alternativ jeweils mit ca. 4 Stunden pro Tag im Einsatz. Hinzu werden Honorarkräfte für Hausaufgabenbetreuung sowie spezielle Themen wie z.B. Kreativ-, Sport- oder Musikangebote eingesetzt.

5.4 Räume
Die Räume stehen ausschließlich für den offenen Ganztag zur Verfügung. Um die oben genannten pädagogischen Ziele zu erreichen, unterscheiden  sich in der Struktur und Einrichtung deutlich von Klassenräumen. Die Hausaufgaben werden in Klassenräumen der Schulen angefertigt Die Ausstattung der Räume gestalten wir so, dass sie den Bedürfnissen der Kinder nach Lernen, Bewegung, Aktivität, Geborgenheit, Ruhe und Rückzug entsprechen. Die Kinder sollen sich dort wohl fühlen. Für gezielte Angebote werden weitere Räume der Schule wie Turnhalle (Sport), Mehrzweckraum (Joga und Entspannung) , und der Schulhof mitgenutzt.

5.5 Ausstattung
Die Ausstattung in den offenen Ganztagsschulen richtet sich nach den Bedürfnissen der pädagogischen Arbeit vor Ort und bezieht die Erfahrungswelt der Kinder mit ein. Dabei werden die oben angeführten Überlegungen bei den Räumen konsequent weiter geführt. Entsprechend  wird die Ausstattung permanent erneuert und ergänzt.

6. Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit ist für die Akzeptanz und Information aller Beteiligten wichtig. Unter Öffentlichkeitsarbeit verstehen wir das bewusst geplante und dauerhafte Bemühen, gegenseitiges Verständnis und Vertrauen in der Öffentlichkeit aufzubauen und zu pflegen. Öffentlichkeitsarbeit richtet sich dabei an externe und interne Zielgruppen.

Folgende Elemente der Öffentlichkeitsarbeit werden genutzt:

  • Presseberichte in den Zeitungen (Projekte, besondere Anlässe)
  • Informationsveranstaltungen zur OGS
  • Mitarbeiterinformation
  • Elternabende
  • Aufführungen bei Schulfesten

7. Ausblick in die Zukunft

Gesellschaftliche, berufliche und familiäre Strukturen unterliegen einem großen Wandel.

Unser Ziel ist es, mit der Arbeit in der offenen Ganztagsschule den dadurch entstehenden und sich wandelnden Bedürfnissen an Ganztagsbetreuung gerecht zu werden. Dabei setzen wir auch zukünftig in der Entwicklung unseres Konzeptes auf die Beteiligung der MitarbeiterInnen, die die Arbeit vor Ort konkret umsetzen.

Im Mittelpunkt steht dabei jedes einzelne Kind mit seinen individuellen Voraussetzungen. Wir streben eine breit angelegte Kooperation und Vernetzung mit anderen Einrichtungen, Institutionen und Projektträgern an, um dadurch verschiedene Lebensbereiche der Kinder zu berücksichtigen und einen Lebensweltbezug herzustellen. Die immer größer werdende pädagogische Herausforderung an die MitarbeiterInnen werden wir auch in Zukunft mit einem Maximum an Unterstützung und Fortbildung begegnen und als wesentlichen Baustein unserer Qualitätsentwicklung auffassen.

 

Kontakt

Matthias-Claudius-Schule

Matthias-Claudius-Str. 9
44534 Lünen-Wethmar

Telefon: 0 23 06 54081


Sekretariat: Frau Kirchner

Mo.-Do. 7:30-11:30 Uhr
        Fr. 7:30-11:00 Uhr

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